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Donnerstag, 24. April 2014

Mein 1. Salzerlebnis


Als ich letzte Woche meine Lunch-Box öffnete, dachte ich sofort: „Das kann kein Zufall sein!“
Nun sollte ich euch das vielleicht etwas genauer erläutern. In meiner Box befand sich Salz. Ein dicker, viereckiger Karton, der kaum in die schöne Brotdose passte, voller Jodsalz! Salz mag ja ein tolles Gewürz sein, so vielfältig und geschmacksverstärkend bla..bla..^^ . Ich allerdings hasse Salz seit einem Erlebnis aus meiner Kindheit. Die Geschichte hat mein Papa schon jedem erzählt, den er kennt. Und nun schreibe ich sie für euch in diesen Blog!:
Sie beginnt mit meinem dritten oder vierten Lebensjahr. Ich kann mich noch genau an diesen Tag erinnern. Ich saß mit meiner Familie im Sommerurlaub auf Gran Canaria am Frühstückstisch. Damals war ich, wie jedes Kind, sehr störrisch und wollte alles alleine ausprobieren. Deshalb wollte ich natürlich auch mein hartgekochtes Ei, genau wie es meine große Schwester durfte, selber salzen. Ich quengelte so lange, bis meine Mama mir den heißersehnten Salzstreuer vor die Nase abstellte. Stolz wie Oskar schnappte ich mir das verdreckte Ding und drehte es über meinem Ei um. Nun erzählt mein Papa immer, dass ich danach minutenlang in die Gegend schaute, und zwar nach dem Motto“ Guckt maaaaaal, was ich schon alles kahaaaannn“. Das Salz lief und lief, bis sich eine zentimeterdicke Salzschicht auf meinem Ei breit machte. Es kam wie es kommen musste. Ich biss genau dort ab, wo vor lauter Salz gar kein Ei mehr zu sehen war, verzog wohl eine ziemlich lustige Grimasse und fing an zu weinen. Ich hab natürlich sofort alles ausgespuckt, wurde von meiner Schwester aber direkt ausgelacht. Ich weiß heute noch, wie ekelhaft ich es damals empfand, als meine Geschmacksnerven nur noch Salz schmeckten. Ich sag euch, das ist schlimmer, als wenn man im Meer badet und von einer Welle mitgerissen wird.
Ich kann mich bis heute noch so genau daran zurückerinnern, dass ich bis heute kein pures Salz esse. Ich kann euch ja mal ein paar Beispiele geben, auf die ich besonders in der letzten Woche verstärkt geachtet habe. Fang ich mal direkt mit den Frühstückseiern an. Die esse ich natürlich immer ohne Salz! Manchmal mit Remoulade, manchmal würze ich mit Maggi und Senf(so wie auf diesem Bild),
sonst halt ohne alles;) Auch Gewürzmischungen, die man auf Tomaten o.ä. verwendet, lehne ich ab, sobald ich einen Salzkorn in der Mischung entdecke. Seitdem ich ausgezogen bin, muss ich ja leider auch mein Essen selber würzen. Ich sag euch eins: Wenn man so eine Salzhasserin ist, ist das ganz schön schwer! Das würzen klappt bei mir einfach nicht wirklich, da ich einfach immer viel zu wenig Salz verwende. Zwei Prisen sind für mich schon fast zu viel! Deshalb ist es mittlerweile so, dass ich meinen Freund zum Abendessen das Salz auf den Tisch stelle und er dann selbst würzen darf;)

Seit jenem Tage habe ich auch ehrlich gesagt nicht versucht, Salz wieder in mein Herz zu schließen. Vielleicht ist dieser Kurs ja Schicksal und jemand will mir das Salz wieder näher bringen;) Deshalb werde ich in den nächsten Tagen mal verstärkt darauf achten, in welchen Zutaten Salz enthalten ist und wie mein Umfeld mit Salz umgeht. Ich bin echt gespannt, wie ich mich bis dahin dem Salz genähert habe.

PS: Der dicke Jodsalz-Karton ist noch zu!

Dienstag, 15. April 2014

Rote Bete


Als ich die Lunchbox öffnete, dachte ich nur "Na toll, was soll ich mit der roten Bete bloß anfangen, geschweige denn kochen?" Ich habe noch nie etwas mit roter Bete gekocht. Ich kenne dieses "Fuchsschwanzgewächs" nur, weil wir diese im Sommer an unsere Pferde verfüttern. Da mich gestern aber sowie Freunde aus meiner Heimat besucht haben und ich Kartoffelsuppe machen wollte, dachte ich die rote Bete darf als neue Zutat mit in den Topf. (siehe schnippelhaufen)




Ich habe sowie für eine Großfamilie gekocht und 3 Töpfe benötigt, wodurch die rote Bete mit in den einen kleinen Topf durfte.
(siehe 3 Töpfe)


Meiner Meinung nach hat die Suppe durch die rote Bete ein bisschen "erdig" geschmeckt. Auch meine Freunde fanden die Suppe ohne die neue Zutat besser, wodurch ich zu dem Entschluss gekommen bin, dass die rote Bete den Test leider nicht bestanden hat und ich meine Kartoffelsuppe weiterhin ohne diese Zutat kochen werde. Hinsichtlich der farblichen Veränderung der Suppe, hat die rote Bete den Test bestanden, denn die Suppe sah durch die Zutat eigentlich recht appetitlich aus. Dennoch hat die rote Bete meine Freunde und mich geschmacklich nicht überzeugt. Farblich gesehen ist sie jedoch eine interessante Zutat. (siehe teller)


Wasabi


Ingwer


Schokolade


Butter


Süßkartoffel


Zitronensaft


Marzipan


Käse


Salz


Natron


Reis


Avocado

 
 
Avocado - die Crème de la Crème
 
Nein, nicht wirklich.
 
Bekannt ist Sie als "Dip zu Gemüseschnibbeleien" oder einfach zu Baguette. Bei dieser undefinierbaren Art von Frucht oder Gemüse kann man das Innere "zermatschen" wie eine Banane, doch hat das Weiche auch einen harten Kern.
 
Assoziiert wird mit der Avocado zudem noch ein Urlaubs-Feeling, da man diese Zutat auch super im Salat zum Grillen verwenden kann.
Auch Sportler schwören auf die Avocado: Fettreich wie sie ist, liefert sie viele Vitamine und Mineralstoffe.
 
Irgendwie doch einfach nur noch geschmacklos!!
Nicht die Crème de la Crème!!
Solo kann man sie nur bedingt genießen! Kein Eigengeschmack!
Also was tun? Würzen!? Oder einfach mal ein anderes Experiment! Es muss auf den Bildern ja niemandem schmecken :-D
 
Reis, es gibt Reis... Eine typische Beilage für mich zu jeglicher Art von Gemüse und zu super leckeren Soßen, besonders zu einer chinesischen Soße aus meinem Lieblings-Biomarkt! Aber soweit wollte ich nicht gehen. Erst einmal wollte ich schauen, wie es sich anfühlt, wenn ich die Avocadocrème in meinem zuvor gekochten Reis mit den Händen vermenge...
Es ist matschig! Es fühlt sich nach "Beauty" und "Ekel" an. Das wird eine prima Füllung für die eine Avocado-Hälfte!
Kann man sagen, dass die Masse nach Maden in einer undefinierbar grün- und doch schon allmählich braun werdenden aussieht!?
 
 
 
 
 
Ich liebe es zu backen und natürlich konnte ich mir auch das nicht nehmen lassen.
Versalzen sollten die Gebäckstücke sein, damit keiner auf die Idee kommt, davon zu naschen!
Aber da ich Süßes nicht vermeiden kann - ich bin süchtig danach- dürfe das Welzen in Zucker nicht fehlen...
Danach in Mehl vermengen, wobei mir auffällt, wie viel Feuchtigkeit in so einer Avocado steckt: Ich brauchte mehr Mehl als erwartet.
So, ab in den Ofen damit!
Es duftete herrlich! Und es sieht auch gut aus! Nur weiß ich, dass sie nicht schmecken werden!
 
24 Stunden später:
Die Lunchbox "arbeitet": Ich entdecke den ersten weißlich felligen Besatz.
Schimmel!!!! Jetzt etwa schon?
Eigenartig!
Und nicht nur das: Es riecht unangenehm!
Zu viel Feuchtigkeit! Das zeigt sich hier noch einmal!
Deswegen ist in so vielen Beautyprodukten Avocado enthalten!
Das ist der Grund, warum wir uns das Zeug ins Gesicht schmieren!
Werde ich bestimmt bald mal ausprobieren!
 
 
VERG(-ESSEN) !!!
 
Nachdem ich die Box nun ein paar Tage stehen lassen habe:
Naja,... die Bilder sprechen für sich! :-)
 

 
Besonders interessant dabei ist, dass der Kern schon von grünem Schimmel besiedelt worden ist!
Ich hatte eigentlich die Absicht, diesen einzupflanzen, um etwas Neues zu schaffen, aber man erkennt, dass alles was geschaffen wird und lebt, auch die Eigenschaft der Zeit und des Zerfalls besitzt.
 
 
 

Leberwurst


 Ausgangspunkt: Leberwurst in einer DOSE -> keine geschmackliche Vorstellung möglich


Wahrnehmung und Verknüpfung: riecht eher nach Hundefutter als Leberwurst


Konsistenz: glatt, feucht, Masse fällt auseinander, nicht formbar
Schlussfolgerung: UNGENIESSBAR, aber PRESSBAR



Blaubeeren


Donnerstag, 27. März 2014

Lunchbox, geschlossen


Dieser Blog soll die Ergebnisse des Projekt-Seminars "Lunchbox" von Prof. Dr. Sabiene Autsch und Tim Pickartz (Sommersemester 2014, Universität Paderborn) dokumentieren. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind aufgefordert, regelmäßig sowohl ihre künstlerischen Herangehensweisen an das Thema Kulinarik als auch ihre theoretischen Auseinandersetzungen hier zu posten.
Diese Webseite ist eine experimentale Form der Dokumentation, da - ähnlich wie bei einer Lunchbox - mitunter vorher unklar ist, was sie enthält, ob es schmeckt, wie es aussieht. Es wird sich damit angelehnt an populäre Medialisierungen von Kulinarik wie alfredissimo!, Das perfekte Dinner und den Film Julie & Julia, in dem die Geschichte des Food-Blogs von Julie Powell erzählt wird.